Zuerst klären, was die Karte zeigen soll
Der Kreisbericht vom 3. September 2020 schildert einen Auftrag aus der Gesundheits- und Sozialplanung. Für einen Bericht zum Thema Pflege sollten alle Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet auf einen Blick erkennbar sein. Die Einrichtungen standen in einer Excel-Tabelle des Fachbereichs. David Bühne, damals Geomatik-Azubi, begann mit den Leitfragen des Projekts: Was soll die Grafik zeigen, welche Daten braucht es, woher kommen sie und wie lässt sich die Aussage darstellen? Dieser Schritt macht aus einer Liste eine konkrete Kartenaufgabe. Die Fragestellung bestimmt, welche Informationen für die Darstellung zählen; in diesem Fall sind es Standorte und Einrichtungstypen. Der Kreisbericht beschreibt eine Karte für den Pflegebericht, keine Bewertung der Versorgung.
Standorte und Einrichtungstypen sichtbar machen
Für die Umsetzung nutzte Bühne ein Geoinformationssystem, kurz GIS. Laut Kreisbericht lassen sich damit Geodaten erfassen, verwalten, analysieren und ausgeben. Im Pflegebeispiel wählte Bühne eine passende Hintergrundkarte, ordnete die Adressen räumlich zu und markierte die Standorte. Die verschiedenen Einrichtungstypen machte er durch unterschiedliche Farben erkennbar und ergänzte eine Legende. Außerdem stimmte er sich mit dem Fachamt ab. So verbindet die Karte den Ort einer Einrichtung mit ihrer Kategorie; die Legende macht verständlich, wofür die Farben stehen. Die Abstimmung gehört im geschilderten Ablauf zur Erstellung des Produkts. Das Ergebnis war eine übersichtliche Karte. Aus der Darstellung allein folgt keine Aussage über Qualität oder Kapazität der Einrichtungen.
Diagramme und Bezirke vermitteln andere Raumdaten
Der Kreisbericht vom 3. September 2020 nennt neben der Pflegekarte weitere damalige Aufträge des GIS-Teams. Bei Messungen zur PCB-Belastung in Ennepetal erstellten Bühne und Kollegen Säulendiagramme und platzierten sie an den Messstandorten in der Karte. Damit werden Messinformationen jeweils einem Ort zugeordnet. Bei den neu zugeschnittenen Wahlbezirken für die Kommunalwahl digitalisierte das Team die Bezirke. Diese Aufgabe vermittelt räumliche Grenzen statt einzelner Einrichtungsadressen oder Messwerte. Die Beispiele zeigen verschiedene Darstellungsformen für unterschiedliche Inhalte: Standorte lassen sich markieren, Diagramme an Messorte binden und Bezirksflächen digital erfassen. Alle drei Fälle stammen aus dem Kreisbericht vom 3. September 2020 und beschreiben die dort dokumentierten Arbeiten.