Der Schachbalken verweist auf die Mark
Im Wappen fällt der dreireihige Schachbalken durch sein rot-silbernes Muster auf. Er greift das Zeichen der Grafen von der Mark auf und verweist auf die Grafschaft Mark, zu der das Kreisgebiet im Mittelalter gehörte. Der Balken bündelt damit einen konkreten historischen Bezug in einem einzelnen Wappenmotiv: Er steht für die frühere territoriale Zugehörigkeit, nicht für eine Darstellung der heutigen Kreisgrenzen. Der Ennepe-Ruhr-Kreis führt das Wappen seit dem 2. Oktober 1937. Diese Datierung benennt, seit wann das Kreiswappen geführt wird; sie ist vom mittelalterlichen Bezug des Schachbalkens zu unterscheiden.
Die Wellen benennen die Flüsse
Zwei blaue Wellenlinien liegen oberhalb und unterhalb des Schachbalkens. Sie stehen für Ennepe und Ruhr, die Namenspaten des Kreises. Im Wappen kommen dadurch zwei verschiedene Arten von Bezug zusammen: Das Muster verweist auf eine historische Grafschaft, die Wellen auf die Flüsse, die im Kreisnamen auftauchen. Die Linien sind also keine allgemeine Wasserdekoration, sondern stehen für die beiden konkret benannten Flüsse. Ihre Anordnung zu beiden Seiten des Schachbalkens macht beide Motive im selben Zeichen sichtbar, ohne dass sie dieselbe Bedeutung tragen.
Im Logo werden Flüsse und Städte zu Formen
Das 2004 entstandene Kreislogo stellt die Flüsse und die neun Städte mit einer anderen Bildsprache dar. Blaue Farben nehmen dort die Flüsse auf; neun rot-orange Quadrate stehen für die Städte. Die Quadrate gruppieren sich in einem geöffneten Kreis, dem der Kreis Dynamik, Offenheit und Entwicklung zuschreibt. Die Gestaltung sollte Kreis und Kreisverwaltung ein einheitliches, modernes visuelles Erscheinungsbild geben. Farben und Formen lehnen sich zudem an Gestaltungselemente des von Otto Herbert Hajek gestalteten Vorplatzes und Sitzungstrakts des Kreishauses an. So verbindet das Logo die Fluss- und Stadtbezüge mit einer Anlehnung an die Gestaltung des Kreishauses.