Von der Projektidee zur Kooperation
Das Landesprogramm richtet sich an Künstlerinnen und Künstler sowie an Mitarbeitende von Kulturinstituten und Einrichtungen der künstlerisch-kulturellen Bildung. Sie entwickeln Projektvorschläge, die Kreativität fördern und schulisches Lernen durch ergänzende oder kontrastierende Elemente begleiten sollen. Für den Weg an eine Schule gehen die Projektverantwortlichen Kooperationen mit Schulen ein. Damit ist eine Zusammenarbeit vorgesehen; dass alle Beteiligten die Idee gemeinsam entwickeln müssen, lässt sich daraus nicht ableiten. Die Projektskizze wird digital eingereicht. Im Projektdatenblatt stehen biografische Angaben zur Projektleitung, eine Kurzbeschreibung mit geplantem Zeitraum und ein Nachweis oder eine Bereitschaftserklärung zur Teilnahme an der vorgesehenen Qualifizierungsmaßnahme. So werden neben dem Inhalt auch Angaben zur Leitung und zur geplanten Umsetzung Teil des Antrags.
Prüfung, Empfehlung und Auswahlmaßstäbe
Die Kreisverwaltung verwaltet und koordiniert die Anträge für die kreisangehörigen Kommunen. Nach der digitalen Einreichung prüft sie die Datenblätter und überträgt sie an die zuständigen Gremien. Auf Kreisebene schlägt eine unabhängige Jury der Bezirksregierung geeignete Projekte vor. In die Beurteilung fließen die künstlerische und pädagogische Qualifikation der Projektleitung, die Qualität der Idee und Planung sowie die Kontinuität des Angebots über das Schuljahr ein. Hinzu kommt eine vorrangige Förderung: Genannt sind der Primarbereich sowie Schulen mit besonderem kulturellem Profil oder hohem Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Die Auswahl betrachtet damit sowohl Projekt und Leitung als auch die angesprochenen schulischen Kontexte; die genannten Prioritäten ergänzen die drei fachlichen Kriterien.
Umfang und Beispiele für 2026/2027
Für ein Vorhaben sind normalerweise 45 Einheiten zu je 90 Minuten über das ganze Schuljahr verteilt vorgesehen. Fünf dieser Einheiten können für Vor- und Nachbereitung eingeplant werden. Der Rahmen beschreibt also die angesetzte Arbeitsspanne, nicht nur einzelne Veranstaltungstermine; die Vorbereitung kann innerhalb der ausgewiesenen Einheiten Platz finden. Die Liste für 2026/2027 veranschaulicht verschiedene Formen: An der Grundschule Ländchenweg in Schwelm ist eine Mosaikgestaltung mit Scherben, Natursteinen und Glas aufgeführt. Für die Grundschule Büttenberg in Ennepetal steht ein Projekt mit Tanz und Akrobatik darin. Die Grundschule Elbschebach in Wetter ist mit einer kreativen Schreibwerkstatt vertreten. Die drei Einträge zeigen, wie breit das Spektrum von bildender Kunst über Bewegung bis Literatur reicht. Als Beispiele aus der Liste sagen sie aus, welche Vorhaben für das Schuljahr genannt werden, nicht wie deren spätere Durchführung verlief.