Engagement beginnt in der Schulgemeinschaft
Bei „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ trägt die Schulgemeinschaft die Verpflichtung selbst: Mindestens 70 Prozent ihrer Mitglieder müssen sich dafür aussprechen, gegen Diskriminierung aktiv zu werden, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig thematische Projekte anzustoßen. Die Schüler*innen bringen die Haltung durch eigene Aktionen in die Schule und leisten damit einen gesellschaftlichen Beitrag. Das Integrationszentrum wirkt hier als Regionalkoordination. Es bleibt mit den Ansprechpersonen vor Ort in Kontakt, berät und begleitet die Schulprojekte. Über Aktivitäten anderer Schulen und der Landes- und Bundeskoordination hält es die Schulen ebenfalls auf dem Laufenden; Treffen zum Austausch sind nach Absprache möglich. So verbindet dieser Arbeitsweg eine gemeinsame Selbstverpflichtung mit konkreter Projektarbeit und Unterstützung vor Ort.
Ferienzeit für alltagsnahes Deutschlernen
FIT in Deutsch ist ein zusätzlicher Lernraum für neu zugewanderte Schüler*innen. In kleinen Gruppen üben sie mit Fachkräften, Deutsch in alltäglichen Kommunikationssituationen einzusetzen. Der Fokus liegt damit auf Sprachkenntnissen, die im täglichen Austausch gebraucht werden, und auf einem individuellen Lernzuwachs. Das Kommunale Integrationszentrum übernimmt für das Programm an kreiseigenen Schulen die Organisation der Antragstellung und die Umsetzung. Ferienlernen ergänzt so den regulären Schulalltag um eine zeitlich begrenzte, intensive Förderung. Die Zielrichtung ist praktisch: Jugendliche sollen im Umgang mit der deutschen Sprache handlungssicherer werden.
Vielfalt im Unterricht professionell gestalten
Ein weiterer Arbeitsweg richtet sich an die Erwachsenen, die Bildung gestalten. Das Zentrum berät Schulen und außerschulische Einrichtungen zu interkultureller Kompetenz und bietet Lehr- und weiteren Fachkräften Qualifizierungen an, etwa zu Deutsch als Zweitsprache. Schulstufenspezifische Netzwerktreffen schaffen Gelegenheiten für Austausch und Zusammenarbeit. Für den Unterricht stellt das KI Informationsmaterialien zum Lernen mit neu zugewanderten Schüler*innen bereit; Lehr- und Lernmaterialien von Verlagen werden bei Veranstaltungen vorgestellt. Dahinter steht das Ziel, Kinder und Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte entsprechend ihren Fähigkeiten individuell zu fördern. Sprachbildung soll außerdem in verschiedenen Fächern mitgedacht werden; auch die Verbindung von Herkunfts- und Bildungssprache, die Zusammenarbeit mit Eltern und interkulturelle Sensibilisierung gehören zu den benannten Entwicklungszielen. Das Angebot setzt also sowohl bei fachlichem Wissen als auch bei schulischer Zusammenarbeit an.