Vier Bereiche, vier Arbeitsweisen
Im Visual Place steht das Gestalten bewegter Bilder im Mittelpunkt: Kameras, Beleuchtung und Greenscreen ermöglichen Filmprojekte, bei denen Lehrkräfte Bildgestaltung und Aufnahme praktisch ausprobieren können. Für einen Erklärfilm etwa ließe sich ein Thema aus dem Unterricht in kurze Szenen übersetzen; das ist ein denkbares Unterrichtsszenario, kein auf der Seite dokumentiertes fertiges Angebot. Der Audio Place arbeitet mit hörbaren Inhalten. Lehrkräfte können Podcasts oder Musikproduktionen erproben und dabei überlegen, wie Stimme, Klang und Aufbau einen Inhalt verständlich oder atmosphärisch vermitteln. Als mögliches Beispiel nennt die Seite Podcast-Produktionen im Deutschunterricht. Die Technik unterstützt also unterschiedliche Ausdrucksformen; welche davon zu einem Lernziel passt, entscheidet die konkrete Planung.

Vom digitalen Entwurf zum Machen
Im Haptic/Tinker Place geht es um räumliches Gestalten und Ausprobieren mit dem 3D-Drucker. Die Seite führt Kunstwerke aus dem Drucker als mögliches Lernszenario an. Lehrkräfte könnten damit etwa eine Gestaltungsidee in ein greifbares Objekt überführen und den Weg vom Entwurf zum Ergebnis zum Unterrichtsgegenstand machen. Der Coding/Robotic Place setzt einen anderen Schwerpunkt: Hier werden digitale Projekte mit programmierbaren Robotern umgesetzt. Ein mögliches Szenario wäre, eine Aufgabe so zu formulieren, dass ein Roboter durch eine Abfolge programmierter Schritte ein Ziel erreicht. Das kann zum Erkunden von Abläufen oder zum gemeinsamen Entwickeln einer Lösung anregen. Die Quelle beschreibt diese Beispiele als Möglichkeiten; sie belegt keine bestimmten Unterrichtseinheiten oder Lernergebnisse.

Erproben, begleiten, ausleihen
Die Digital Making Places sollen kreatives Arbeiten mit digitalen Werkzeugen und gemeinsames Problemlösen fördern. Als pädagogische Ziele benennt die Seite unter anderem fächerübergreifendes Lernen, kritisches Denken und Teamarbeit. Das sind angestrebte Wirkungen, keine belegten Effekte für jede Klasse. Für Lehrkräfte liegt der praktische Zugang im Medienzentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises in Schwelm: Dort können sie Technik ausprobieren, Impulse für neue Unterrichtssettings erhalten und eigene Ideen erproben. Das Medienzentrum begleitet die Projekte und koordiniert den Technikverleih, der über die Bildungsmediathek NRW läuft. Regelmäßige Beratungen und praxisorientierte Workshops werden für die Zukunft angekündigt; die Seite weist sie damit nicht als bereits regelmäßig stattfindenden Betrieb aus.