Der Bildungsrat bringt Anliegen aus verschiedenen Bildungsbereichen zusammen
Im Bildungsrat kommen Akteure und Verantwortliche aus der Region zusammen. Sie geben Impulse für die Weiterentwicklung der Bildungsregion und formulieren Ideen und Anliegen zu konkreten Handlungsfeldern. Dazu gehören auch Anliegen aus Schulen sowie von Eltern- und Schülervertretungen; die aufgeführte Zusammensetzung reicht darüber hinaus etwa bis zu früher Bildung, Hochschulen, Wirtschaft, Kultur und Sport. Der Bildungsrat entspricht dem Gremium „Bildungskonferenz“, das in der Kooperationsvereinbarung vorgesehen ist. Seine Aufgabe ist es, Themen und mögliche Vorhaben in die gemeinsame Arbeit einzubringen. Das allein macht aus einer Idee aber noch keinen Arbeitsauftrag: Für die strategische Vorbereitung und die weitere Bearbeitung sind weitere Rollen im Netzwerk beschrieben.

Der Lenkungskreis bereitet strategische Absprachen vor
Der Lenkungskreis ist für die Vorbereitung von Absprachen und Entscheidungen zuständig, wenn sie für die Bildungsregion strategische Bedeutung haben. Eingerichtet wurde er 2010. Damit liegt seine beschriebene Aufgabe auf der strategischen Ebene; aus der Zuständigkeit folgt nicht, dass jedes Anliegen aus dem Bildungsrat automatisch dort beschlossen wird. Der Kreis nennt einen konkreten Weg für Maßnahmen: Der Bildungsrat empfiehlt sie, und der Lenkungskreis formuliert daraus Arbeitsaufträge. Der Lenkungskreis tagt in der Regel viermal jährlich, davon einmal gemeinsam mit dem Bildungsrat. Die Quellen beschreiben so verschiedene Aufgaben und einen benannten Ablauf für Maßnahmen, aber keine pauschale Entscheidungskette für alle Themen.

Das Bildungsbüro organisiert die Umsetzung und entwickelt Konzepte
Das Bildungsbüro ist die regionale Geschäftsstelle und Ansprechstelle für die Akteure im Netzwerk. Es bereitet Sitzungen des Bildungsrates und des Lenkungskreises vor und nach und setzt deren Aufgaben um. Bei Maßnahmen plant, organisiert und realisiert es die Arbeit, die der Bildungsrat empfohlen und der Lenkungskreis als Arbeitsauftrag formuliert hat – soweit die Partner diese Aufgaben nicht selbst übernehmen. Das Büro entwickelt zudem Konzepte, Vorlagen und Diskussionspapiere für Schulen und die Zusammenarbeit mit Bildungspartnern. An der regionalen Bildungsberichterstattung wirkt es ebenfalls mit und vernetzt schulische und außerschulische Partner. Es verbindet also die Sitzungsarbeit mit konkreter Organisation und fachlicher Unterstützung; die Maßnahmendurchführung liegt jedoch nicht zwingend immer beim Büro.

Die Entstehung des Bildungsrates folgte einer Reflexion nach 2014
Nach der 2014 erfolgten Evaluation der Bildungsnetzwerke reflektierte der Lenkungskreis des EN-Netzwerks dessen bisheriges Wirken. Dabei stellte er fest, dass die jährlich durchgeführten Bildungskonferenzen eher Kongresscharakter aufwiesen und sich vom vorgesehenen Aufgabenkanon entfernt hatten. Die Feststellung stammt laut Quelle also aus der anschließenden Reflexion des Lenkungskreises, nicht aus der Evaluation selbst. Weil die bisherigen Konferenzen zugleich als sehr erfolgreich galten und weiter angeboten werden sollten, entschied man sich für die Konstituierung eines Bildungsrates. Die Konferenzen wurden damit nicht aufgegeben: Der Rat übernahm die vorgesehene Gremienfunktion, während die Veranstaltungen fortgeführt werden sollten. Diese Entstehungsgeschichte erklärt, warum Konferenz und Bildungsrat nebeneinander bestehen.